Ananas - Zunge brennt?

Ananas – Zunge brennt?

Ananas – Zunge brennt?

Warum brennt Ananas im Mund oder auf der Zunge? Hier drei Antworten.

Außerdem eine mögliche Lösung, damit es nicht mehr brennt.

Warum kann Ananas auf der Zunge brennen? Gibt es Lösungen?

Ananas kann ein Brennen im Mund verursachen. Das ist ein natürliches Phänomen.

Es ist nicht so, dass mit der Ananas etwas grundsätzliches nicht stimmt – sie ist jedoch oft nicht voll genussreif (dazu unten mehr). Sprich: Du hast sie vermutlich zu früh gegessen.

Das Brennen wird von dem Eiweiß-spaltenden Enzym Bromelain und von starken Fruchtsäuren verursacht. Beides ist in Ananas reichhaltig vorhanden. In unreifer sogar noch mehr.

Was passiert in dem Fall? Die Ananas verdaut in dem Fall Dich, anstatt Du sie 😊. Zumindest eine winzige Menge Deiner Zellen auf der Zunge und im Mund, die dabei brennen.

Ich unterscheide dabei zwischen 3 Möglichkeiten:

Ananas Scheiben schneiden
Warum brennt Ananas auf Deiner Zunge? Dafür gibt es drei mögliche Fälle.

Fall 1: Brennen tritt von Anfang der Mahlzeit an auf:

Wenn die Ananas unreif ist, ist der Anteil an Bromelain und starken Fruchtsäuren höher. Daher beachte bitte die Hinweise zur Genussreife weiter unten. Meistens ist die Ananas einfach unreif, wenn dies auftritt.

Unreifes Obst ist grundsätzlich immer schlecht verdaulich. Im Fall der Ananas beißt sie zurück und wehrt sich.

Tiere sollen Früchte erst essen, wenn diese voll ausgereift sind, um ihren Samen zu verbreiten. Daher haben Pflanzen oft Abwehrmechanismen, um sich gegen zu frühes gegessen-werden der Früchte zu wehren. Tiere wissen das instinktiv – Supermärkte anscheinend nicht. Sie verkaufen leider oft unreifes Obst.

Bitte lies daher in der Box über Genussreife weiter unten, wie es richtig geht.

Fall 2: Brennen tritt mitten während des Essens auf:

Sprich: Du isst eine Zeit lang Deine Ananas. Zuerst ist alles gut. Nach einigen Minuten fängt das Brennen an. Warum?

In dem Fall ist das Brennen auf der Zunge ein sogenanntes „Stoppsignal“ des Körpers. Stoppsignale bewahren Dich bei stark reinigenden, schleimlösenden Lebensmitteln davor, Reinigungskrisen auszulösen. Dies kennt man z.B. auch von Wildkräutern, Zwiebeln, etc.

Sprich: Ananas ist so stark reinigend, dass Sie vorhandene Ablagerungen in Deinem Körper anlösen und in Bewegung versetzen kann. Die Ablagerungen kommen durch ungesunde Lebensmittel, die nicht vollständig ausgeschieden werden und deren unverdaute Reste sich über lange Zeit ansammeln. Das betrifft hauptsächlich stärkehaltige Nahrungsmittel, aber auch Milchprodukte.

Diese Ablagerungen auszuleiten ist gesund und gut. Ananas leistet dafür einen super Job. Jedoch sollte der Prozess nicht zu schnell geschehen, sonst kann es zu Kopfschmerz, Durchfall, etc. kommen.

Wenn also ein Brennen erst auftritt, nachdem Du einen Teil der Ananas gegessen hast, dann höre für den Moment auf. Höre lieber auf Deinen Körper und auf das Stoppsignal. Nach einigen Stunden oder am nächsten Tag kannst Du dann den Rest bedenkenlos essen.

Fall 3: Ananas – Zunge brennt bei Dir IMMER

Es gibt einige Menschen, die selbst bei einer perfekt genussreifen Ananas immer dieses Brennen verspüren. Solltest Du so jemand sein, dann würde ich nur ganz geringe Mengen davon essen, oder es ganz lassen.

In Europa werden hauptsächlich unreife Ananas verkauft. Die Wahrscheinlichkeit ist daher hoch, dass Ananas auch bei Dir nicht brennen würde, wenn Du es richtig machst (siehe Box unten). Einen Versuch wäre es Wert – rohe, reife Ananas ist einfach zu lecker.

Die Lösung: Vollreife abwarten

Das wichtigste ist der Reifezustand der Frucht.

Unreife Ananas schmeckt langweilig, ist hart zu kauen und saftlos. Unreife Ananas brennt im Mund und auf der Zunge. Daher sollte die Ananas erst voll ausgereift sein, bevor Du sie isst.

Kauf: Achte bereits beim Kauf darauf, dass die Ananas möglichst reif oder halbreif wirkt. Meist werden sie unreif geerntet und so nach Europa geliefert.

Lagerung: Am besten lagerst Du sie bei Zimmertemperatur. Denk mal drüber nach: Die Frucht kommt aus den warmen Tropen. Sie besteht aus lebendigen Zellen, die einen Stoffwechsel haben. Im Kühlschrank schockst Du sie. Die Kälte bekommt ihr nicht und sie reift dort nicht gut, daher immer zimmerwarm lagern.

Reifung beschleunigen: Du kannst die Reifung beschleunigen, in dem Du die Ananas auf Äpfel legst. Diese strömen Ethylen-Gas aus. Das lässt nahe Früchte schneller reifen.

Reife erkennen: Beobachte, wann die grünlichen Teile der Schale sich gelb/orange färben. Teste den Duft der Ananas kurz aus nächster Nähe. Er verändert sich bei der Reifung. Wenn die Ananas vollreif ist, riecht sie aromatisch.

Nicht zu lange warten: Sonst fängt das Fruchtfleisch an zu gären. Die Frucht riecht dann alkoholisch und schmeckt auch leicht so. Dann ist sie verdorben.

Es ist also eine Frage des Timings, die beste Genussreife abzupassen. Mit ein wenig Übung kriegst Du das Beste aus Deiner Ananas. 🙂

Ananas abschneiden
Wenn Ananas, dann genussreif und roh. Am besten ersparst Du Deinem Geschmackssinn und Deiner Gesundheit die Zucker-Pampe aus der Dose. Rohe Ananas besteht aus lebendigen Zellen samt Stoffwechsel. Dosen-Ananas ist eine „Leiche“ in Zucker.

Tipp Ananas: Lebendige Frucht oder Dose?

Eine lebendige Ananas besteht aus tatsächlich lebenden, atmenden Zellen. Sie hat einen Stoffwechsel und kann daher reifen. Du brauchst ihr nur die nötige Zeit dazu zu geben.

Dosen-Ananas ist keine Rohkost. Sie ist eine „Leiche“, lebt nicht mehr. Außerdem wurde sie gekocht und damit chemisch verändert. Dosen-Ananas enthält keine aktiven Enzyme mehr – kann daher auch nicht brennen. Meist werden dafür unreife und minderwertige Früchte verwendet.

Diese werden dann auch reichlich gezuckert, weil sie – eben unreif – noch nicht süß sind. Das ist weder lecker noch gesund.

Hier findest Du heraus, wie Du Deine Ananas schneiden kannst – in mundgerechte Stücke, für saubere Finger.

Nährwerte Ananas

image/svg+xml Nährwerttabelle pro 100g pro 100g Portion Brennwert Fett davon gesättigte Fettsäuren Kohlenhydrate davon Zucker Eiweiß Salz 56kcal 234kJ 0,1g 0,0g 12g 12g 0,5g 0,01g 234kJ 56kcal 0,1g 0,0g 12g 12g 0,5g 0,01g
image/svg+xml EU label pro Portion (100g) Energie Fett Gesättigte Zucker Salz 234kJ 0g 0g 12g 0g 56kcal Niedrig Niedrig Mittel Niedrig 3% 0% 0% 14% 0% % der Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen Brennwert 234kJ/56kcal Durchschnittliche Werte pro 100g: Fettsäuren
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Michael
Begeisterter (Roh-)Koch seit 2006. Baut gerne Gemüse und Obst für die Familie an. 25 Jahre selbständiger Webdesigner und Blogger. Verbringt seine Freizeit gern mit Wandern, Kraftsport und argentinischem Tango.
 
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